Archiv der Kategorie Coaching: Wissen, Feinheiten, Erfahrung

Die 5. Coachingausbildung erfolgreich beendet

Am Sonntag, den 04.09. endete die diesjährige Ausbildung zum Business Einzel Coach und Firmen Coach nach sabeconsult. Hinter den Absolventen liegt eine 9-monatige Transformationszeit: Sie feierten am Sonntag den erfolgreichen Abschluß ihres persönlichen Coachingprojektes, welches während der Lernphase parallel lief. Sie erreichten Ergebnisse im Privat- und Berufsleben, welche sie sich zu Beginn der Ausbildung nicht hätten vorstellen können. Eine Teilnehmerin sagte zum Abschluß “Wenn ich vorher gewußt hätte, was auf mich zukommt, hätte ich mich vielleicht nicht getraut. Heute bin ich überwältigt von dem Resultat und sehr dankbar für diese Ausbildung.” Gleichzeitig lernten die Teilnehmer alles Wissenswerte über Coaching kennen und wurden sukzessive ausgebildet, verantwortungsvoll Coachingprozesse mit Einzelpersonen und ganzen Unternehmen durchzuführen.

Das 5. Modul konzentrierte sich auf Spiritualität im Ganzheitlichen Coaching: Einerseits, meine eigene Spiritualität und Wahrnehmung als Coach. Andererseits, die Einbindung der spirituellen Werte des Klienten ”für” den Coachingprozess, sofern Spiritualität für denjenigen eine Rolle spielt. Es ist von großer Bedeutung beide Seite zu benennen, denn Spiritualität bedeutet, den Menschen wertungsfrei dort abzuholen, wo er steht.  Bei diesem Aspekt kam nochmals deutlich zum Ausdruck, wie wichtig - und gleichzeitig schwer zu erarbeiten - die Neutralität des Coaches ist. Alle Teilnehmer erkannten nun und freuten sich über die Ernte ihrer stetigen Arbeit an der Kompetenz der “Neutralität” und der “Haltung” im Laufe der gesamten Ausbildung. Bei den zum Abschluß durchgeführten Life Coachings vor dem Plenum, zeigten alle ihre individuelle Coachkompetenz und ihre professionelle Vorgehensweise in einem Coachinggespräch.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Erfolg und Freude in der Ausübung ihres Berufes!

Warum Coaching seinen Preis wert ist

Die Honorare für Coaching schwanken laut diverser Aussagen von Marktkennern zwischen 100 Euro bis über 1.000 Euro / Stunde. Wer noch niemals eigene Erfahrungen mit Coaching hatte, dem kommen diese Beträge wahrscheinlich sehr utopisch vor. Auch die jährlich durchgeführte Umfrage von Jörg Middendorf und Ulrich Dehner (DBVC) zur Entwicklung des Coachingmarktes in 2010 weist eine Bandbreite von 50 Euro bis „mehr als 300 Euro“ aus. An der Studie nahmen ca. 5% der schätzungsweise derzeit in Deutschland tätigen 5.500 Coaches teil.

Doch, was sagt der Preis aus?

Im Grunde nicht sehr viel! DENN: Auf Ihre Zielsetzung und das, was am Ende rauskommt für Sie - darauf kommt es an. Coaching ist ungeeignet zum “konsumieren”, zuschauen, sich berieseln lassen. Es geht um Veränderung und Verbesserung einer Situation, eines Zustandes in Ihrem Leben.

Daher empfiehlt es sich, sich mit folgenden Fragen zu beschäftigen:

  • Was will ich - als Klient - erreichen mittels Coaching?
  • Was verspreche ich mir davon?
  • Wieviel ist mir ein Abwenden eines Burn Outs wert? Oder anders herum gefragt: Was wird es mich kosten, wenn ich nicht gegensteure?
  • Oder wieviel ist es mir wert, dass mein ganzes Team wirklich in eine Richtung läuft, handelt, agiert? Und unternehmerisches Denken und Handeln als Ressource freigesetzt werden?
  • Wieviel ist es mir wert, wenn die Meetingzeiten halbiert werden?
  • usw.

Einen Coach „nur mal so“, - zum Beispiel weil viele einen haben oder um mit ihm Dinge zu besprechen, die ich auch mit meinen Kollegen bespreche – dafür sollten Sie tatsächlich Ihr Geld sparen!

Was die meisten nicht wissen:

Gerade beim Erstkontakt sieht der Kunde nur „oh, so und so viel Euro pro Stunde!“. Doch genau in diesem „Stundendenken“ liegt der Hase im Pfeffer!

Nicht umsonst ist Coaching die derzeit wirkungsvollste Methode um Veränderungen in Denken, Fühlen und Handeln in Menschen nachhaltig auszulösen und Ergebnisse hervorzubringen, die vorher undenkbar erschienen. Und zwar ausserhalb der bisherigen Denk- und Verhaltensbox. Diese Fähigkeit zu erlangen, erfordert neben Reife und möglichst Führungserfahrung, selbstverständlich eine fundierte Coaching Ausbildung, sowie kontinuierliche Fortbildung. Denn immer mehr und immer schneller werden die Forschungsergebnisse der Neurobiologie in Werkzeuge der Coaches übersetzt und übertragen.

Zweitens, Coaching findet jenseits von Ratschlägen und Wissen statt. Dies hat zur Folge, dass gerade die erfahrenen, langjährigen Coaches eine größere Vorbereitungszeit der Coachingstunde haben. Paradox. Einerseits stellen sie ihren Kunden zwar natürlich eine breite Palette an Methodenvielfalt zur Verfügung, kommen schneller zum Punkt und führen den Prozess meist schneller durch. Doch sie müssen auch ihren Kopf “frei” kriegen, damit sie ihren Kunden nichts überstülpen, sondern tatsächlich die Coachhaltung einnehmen. Erst dann kann‘s losgehen: Sie stellen ihre Coachingkompetenz und die Finessen des Coachings ihrem Klient zur Verfügung. Und zwar um Sie, zu Ihren aussergewöhnlichen und wert-vollen Ergebnissen zu führen.

Ich wünsche Ihnen den besten Coach!

Wie finde ich “meinen” Coach?

Es gibt inzwischen gute Datenbanken im Netz, die ausführliche Profile der Coaches enthalten, wie Kernkompetenzen, Ausbildung, Referenzen, Zertifizierungen. Dennoch ist es gar nicht so leicht, die Spreu vom Weizen zu trennen, und wie gesagt - ”Meinen richtigen Coach” - zu finden. In erster Linie ist es empfehlenswert, sich selbst zu vertrauen. Machen Sie sich klar, was Sie vom Coach erwarten. Er wird Ihre Vertrauensperson der nächsten Zeit werden.

“Mir wird ein Coach empfohlen”

Oftmals ist es gut sich im Bekanntenkreis umzuhören, ob Ihnen jemand einen Coach empfehlen kann. Wenn es auch zwischen Ihnen und dem Coach passt, ist dies gegenüber dem anonymen Netz immer ein Vorteil. Doch gleichzeitig gilt: Nur weil Ihr Bekannter begeistert von dem Coach ist und dieser ihn zu seinen Ergebnissen hingeführt hat, heißt das noch lange nicht, dass dieser auch für Sie passt.

WIE soll er arbeiten?

Neben dem Themenkreis - beruflich, privat, Frauen- oder Männertypisches Thema, Karriere, Jobwechsel, International, usw. - ist es wichtig weitere Faktoren in den Entscheidungsprozess einzubeziehen: Möchten Sie, dass der Coach strikt nur an den beruflichen Themen arbeitet? Möchten Sie, wenn etwas auftaucht, auch den Privatbereich einbeziehen? Erwarten Sie ein rein wissenschaftlich, abgegrenzt methodisches Vorgehen? Oder möchten Sie, dass der Coach mehr auf der Gefühlsebene arbeitet und zum Beispiel auch spirituelle Faktoren einbezieht? Übrigens: Nur weil ein Coach Spiritualität einbezieht und dem Kunden als Ressource zugänglich macht, ist er nicht unweigerlich ein Scharlatan.

Auf was Sie sonst noch achten sollten

Womit wir beim nächsten Punkt sind, auf den Sie achten sollten: Lassen Sie sich von dem Coach Ihrer Wahl die Struktur des Coachingprozesses erklären. Ein Coachingprozess umfasst im Durchschnitt 6 bis 10 Sitzungen à 1-2 Stunden. Jede Sitzung erfolgt nach bestimmtem Prozessablauf, wie zum Beispiel nach dem GROW Modell oder sabeconsult 7 Stufen Modell. Die Eckdaten sollten vor Coachingbeginn klar sein. Ob Sie nun wissen nach welchen Modellen und Methoden genau der Coach arbeitet ist Ansichtssache. Doch sollte er Ihnen schon erläutern können, was ihn befähigt, als Coach tätig zu sein; welche Ausbildungen er hat. Gerade in der letzten Zeit erlangen zum Beispiel Zertifizierungen durch namhafte Verbände an Bedeutung, um die Qualität und Seriosität der Coaches sicherzustellen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Zuversicht, dass Sie “Ihren Coach” finden!

Ihre Sabine Mrazek

Alles rund ums Coaching

Hier finden Sie zukünftig Beiträge zu den Themen:

  • Der Coach Beruf
  • Warum Coaching manchmal nicht schön ist
  • Coaching Feinheiten
  • Spiritualität im Coaching: Alles Humbug?
  • Kann der Coach wirklich neutral sein?
  • Was bringt mir eine Zertifizierung?

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