Ist es Führungsstärke oder no-go?

Die Fußballwelt diskutiert bereits vor Erscheinen des Buches von Philipp Lahm, ob es richtig oder falsch ist. Zeugt es von Führungsstärke und Führungspersönlichkeit, im Nachhinein seine Meinung kund zu tun? Offensichtlich gepaart mit direkter Kritik an vorangegangenen Vorsetzten, sprich Trainern? Die einen nennen es „mutig“, die anderen „nachtreten“.

Worin besteht die Parallele zu dem, was in Unternehmen vor sich geht?

Betrachtet man sich zunächst die Neueinstellung eines Mitarbeiters: Der fachlich geeignete Bewerber sitzt vor dem Personalleiter und alles scheint zu stimmen. Doch, er redet schlecht über seinen vorherigen Arbeitgeber. Es ist selbstsprechend, dass kaum jemand ein Unternehmen verlässt, in dem er sich rund herum wohl fühlt. Doch das im Nachhinein darüber reden ist ein deutliches Kennzeichen dafür, dass derjenige noch nicht mit seiner Vergangenheit abgeschlossen hat. Es ist zu befürchten, dass er bei auftauchenden Schwierigkeiten seinen alten Frust – seine Alterfahrungen – dem neuen Team, Vorgesetzten überstülpt. Ein weiterer Aspekt ist, dass der neue Arbeitgeber in der Ungewissheit lebt, dass dieser Mitarbeiter irgendwann über ihn genauso sprechen wird. Und das will keiner! Gerade in Zeiten, in denen den meisten Chefs mehr und mehr bewusst wird, welch große Rolle das Image, die Mitarbeiterzufriedenheit und der Ruf für das Geschäftsergebnis spielen.

Und wie sieht es im Alltag eines Unternehmens aus?

Welches Unternehmen kennt es nicht, dass im Nachhinein von Mitarbeitern, getroffene Entscheidungen in der Kantine auseinander gepflückt werden, bewertet werden?  Und zwar in Abwesenheit der Betroffenen, die befugt sind tatsächlich etwas zu ändern. Die Frage, die sich dabei stellt, lautet: Was bringt es? Und wem nützt es?

Die Antwort lautet: Keinem!

Doch es kostet Unternehmen eine Menge Geld: Je mehr über vorangegangene, – und somit unveränderbare – Ereignisse gesprochen wird, um so weniger Zeit bleibt für –  in die Zukunft gerichtete – Kreativität. Stimmungs- und Meinungsbilder entstehen. Nicht selten mündet diese Art der Kommunikation in Konflikte; und um diese zu klären, zahlen die Unternehmer nochmals Geld.

Und nun zum heikelsten Punkt, der den wenigsten Mitarbeitern in Unternehmen bewusst ist: Wenn ich über meinen letzten Chef schlecht rede und ihn mit Kritik überschütte, dann ist das auch ein indirekter Seitenhieb für die Geschäftsleitung. Denn, irgendwer hat ihn ja eingestellt.

Und welche Führungsstärken brauchen Unternehmen nun, die wachsen wollen?

Selbstverständlich zeichnet sich Führungsstärke und Führungspersönlichkeit auch dadurch aus, sich zu positionieren und seine Meinung kund zu tun. Doch – sinnvoll und wachstumsorientiert – dann, wenn noch etwas veränderbar ist: Es sollten Taten folgen. Erfolgreiche Führungskräfte setzen ihre Ressourcen dafür ein, die Ziele des Unternehmens umzusetzen und ihre Mitarbeiter zu befähigen, zu führen, dass eine Klima von verantwortungsbewusster Kommunikation geschaffen wird. Diese schließt mit ein, dass eine Kultur herrscht, in der Konflikte zwischen den Personen geklärt werden, die sie betreffen.

Fazit:Philipp Lahm, der offensichtlich sein Profil und seine Position schärfen möchte, wäre gut beraten gewesen, sich vorher zu fragen, was er mit seinem Buch erreichen möchte. Und, welche Botschaften über seine Führungskompetenz  – direkt und indirekt – er durch sein Buch an die Leser transportieren wollte.

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Warum Coaching seinen Preis wert ist

Die Honorare für Coaching schwanken laut diverser Aussagen von Marktkennern zwischen 100 Euro bis über 1.000 Euro / Stunde. Wer noch niemals eigene Erfahrungen mit Coaching hatte, dem kommen diese Beträge wahrscheinlich sehr utopisch vor. Auch die jährlich durchgeführte Umfrage von Jörg Middendorf und Ulrich Dehner (DBVC) zur Entwicklung des Coachingmarktes in 2010 weist eine Bandbreite von 50 Euro bis „mehr als 300 Euro“ aus. An der Studie nahmen ca. 5% der schätzungsweise derzeit in Deutschland tätigen 5.500 Coaches teil.

Doch, was sagt der Preis aus?

Im Grunde nicht sehr viel! DENN: Auf Ihre Zielsetzung und das, was am Ende rauskommt für Sie – darauf kommt es an. Coaching ist ungeeignet zum „konsumieren“, zuschauen, sich berieseln lassen. Es geht um Veränderung und Verbesserung einer Situation, eines Zustandes in Ihrem Leben.

Daher empfiehlt es sich, sich mit folgenden Fragen zu beschäftigen:

  • Was will ich – als Klient – erreichen mittels Coaching?
  • Was verspreche ich mir davon?
  • Wieviel ist mir ein Abwenden eines Burn Outs wert? Oder anders herum gefragt: Was wird es mich kosten, wenn ich nicht gegensteure?
  • Oder wieviel ist es mir wert, dass mein ganzes Team wirklich in eine Richtung läuft, handelt, agiert? Und unternehmerisches Denken und Handeln als Ressource freigesetzt werden?
  • Wieviel ist es mir wert, wenn die Meetingzeiten halbiert werden?
  • usw.

Einen Coach „nur mal so“, – zum Beispiel weil viele einen haben oder um mit ihm Dinge zu besprechen, die ich auch mit meinen Kollegen bespreche – dafür sollten Sie tatsächlich Ihr Geld sparen!

Was die meisten nicht wissen:

Gerade beim Erstkontakt sieht der Kunde nur „oh, so und so viel Euro pro Stunde!“. Doch genau in diesem „Stundendenken“ liegt der Hase im Pfeffer!

Nicht umsonst ist Coaching die derzeit wirkungsvollste Methode um Veränderungen in Denken, Fühlen und Handeln in Menschen nachhaltig auszulösen und Ergebnisse hervorzubringen, die vorher undenkbar erschienen. Und zwar ausserhalb der bisherigen Denk- und Verhaltensbox. Diese Fähigkeit zu erlangen, erfordert neben Reife und möglichst Führungserfahrung, selbstverständlich eine fundierte Coaching Ausbildung, sowie kontinuierliche Fortbildung. Denn immer mehr und immer schneller werden die Forschungsergebnisse der Neurobiologie in Werkzeuge der Coaches übersetzt und übertragen.

Zweitens, Coaching findet jenseits von Ratschlägen und Wissen statt. Dies hat zur Folge, dass gerade die erfahrenen, langjährigen Coaches eine größere Vorbereitungszeit der Coachingstunde haben. Paradox. Einerseits stellen sie ihren Kunden zwar natürlich eine breite Palette an Methodenvielfalt zur Verfügung, kommen schneller zum Punkt und führen den Prozess meist schneller durch. Doch sie müssen auch ihren Kopf „frei“ kriegen, damit sie ihren Kunden nichts überstülpen, sondern tatsächlich die Coachhaltung einnehmen. Erst dann kann‘s losgehen: Sie stellen ihre Coachingkompetenz und die Finessen des Coachings ihrem Klient zur Verfügung. Und zwar um Sie, zu Ihren aussergewöhnlichen und wert-vollen Ergebnissen zu führen.

Ich wünsche Ihnen den besten Coach!

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Wie finde ich „meinen“ Coach?

Es gibt inzwischen gute Datenbanken im Netz, die ausführliche Profile der Coaches enthalten, wie Kernkompetenzen, Ausbildung, Referenzen, Zertifizierungen. Dennoch ist es gar nicht so leicht, die Spreu vom Weizen zu trennen, und wie gesagt – „Meinen richtigen Coach“ – zu finden. In erster Linie ist es empfehlenswert, sich selbst zu vertrauen. Machen Sie sich klar, was Sie vom Coach erwarten. Er wird Ihre Vertrauensperson der nächsten Zeit werden.

„Mir wird ein Coach empfohlen“

Oftmals ist es gut sich im Bekanntenkreis umzuhören, ob Ihnen jemand einen Coach empfehlen kann. Wenn es auch zwischen Ihnen und dem Coach passt, ist dies gegenüber dem anonymen Netz immer ein Vorteil. Doch gleichzeitig gilt: Nur weil Ihr Bekannter begeistert von dem Coach ist und dieser ihn zu seinen Ergebnissen hingeführt hat, heißt das noch lange nicht, dass dieser auch für Sie passt.

WIE soll er arbeiten?

Neben dem Themenkreis – beruflich, privat, Frauen- oder Männertypisches Thema, Karriere, Jobwechsel, International, usw. – ist es wichtig weitere Faktoren in den Entscheidungsprozess einzubeziehen: Möchten Sie, dass der Coach strikt nur an den beruflichen Themen arbeitet? Möchten Sie, wenn etwas auftaucht, auch den Privatbereich einbeziehen? Erwarten Sie ein rein wissenschaftlich, abgegrenzt methodisches Vorgehen? Oder möchten Sie, dass der Coach mehr auf der Gefühlsebene arbeitet und zum Beispiel auch spirituelle Faktoren einbezieht? Übrigens: Nur weil ein Coach Spiritualität einbezieht und dem Kunden als Ressource zugänglich macht, ist er nicht unweigerlich ein Scharlatan.

Auf was Sie sonst noch achten sollten

Womit wir beim nächsten Punkt sind, auf den Sie achten sollten: Lassen Sie sich von dem Coach Ihrer Wahl die Struktur des Coachingprozesses erklären. Ein Coachingprozess umfasst im Durchschnitt 6 bis 10 Sitzungen à 1-2 Stunden. Jede Sitzung erfolgt nach bestimmtem Prozessablauf, wie zum Beispiel nach dem GROW Modell oder sabeconsult 7 Stufen Modell. Die Eckdaten sollten vor Coachingbeginn klar sein. Ob Sie nun wissen nach welchen Modellen und Methoden genau der Coach arbeitet ist Ansichtssache. Doch sollte er Ihnen schon erläutern können, was ihn befähigt, als Coach tätig zu sein; welche Ausbildungen er hat. Gerade in der letzten Zeit erlangen zum Beispiel Zertifizierungen durch namhafte Verbände an Bedeutung, um die Qualität und Seriosität der Coaches sicherzustellen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Zuversicht, dass Sie „Ihren Coach“ finden!

Ihre Sabine Mrazek

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Alles rund ums Coaching

Hier finden Sie zukünftig Beiträge zu den Themen:

  • Der Coach Beruf
  • Warum Coaching manchmal nicht schön ist
  • Coaching Feinheiten
  • Spiritualität im Coaching: Alles Humbug?
  • Kann der Coach wirklich neutral sein?
  • Was bringt mir eine Zertifizierung?
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Die Welt ist im Wandel

Die Welt ist im Wandel, und zwar in einem heftigen Umbruch. Die Börsenschwankungen sind stärker denn je, verheerende Euro-Krise, keine wirklichen Lösungsansätze der Politik. Die Unsicherheit der Menschen steigt. Angst – ob offen oder unterschwellig – herrscht vor. Ob Unternehmer, Führungskraft oder Mitarbeiter.

Das, was in der Vergangenheit funktionierte, funktioniert nicht mehr wirklich. Wir stehen an einer Schwelle eines neuen Paradigmas. Mehr und mehr Menschen beschäftigen sich mit ihren Werten, suchen nach neuen Wegen, stehen vor der Frage „Was will ich eigentlich? Wo geht es hin?“ Bei dieser grundlegenden Fragestellung gibt es zwei unterschiedliche Perspektiven: Entweder der Mensch stellt sich diese Fragen im Verborgenen und bleibt somit im Reagieren, im Abwenden von dem, was kommt. Oder er macht sich zum Regisseur seines Lebens, seiner Firma. Er macht sich bereit für eine Kehrtwende, für einen Paradigmawechsel.  Beides ist okay, doch trägt die erste Sichtweise nicht wirklich zur Zufriedenheit bei. Doch was ich kann als Einzelner – kurzfristig – tun, um mich dem Gefühl der Zufriedenheit zu nähern? Um neue Möglichkeiten überhaupt sehen zu können?

1. Akzeptieren Sie die Welt, wie sie im Moment ist!
Akzeptieren heißt nicht resignieren. Akzeptieren heißt im Hier und Jetzt die Situation zu sehen, wie sie ist. Nicht zurückzuschauen, dass es gestern doch alles viel besser war. Oder im Nachbarland besser ist. Denn Sie wohnen dort, wo Sie wohnen.

2. Machen Sie sich bewusst, wer Sie sind und was Sie können!
Das Thema „Selbstwert“ spielt bei fast allen Menschen eine Rolle. Wenn Sie im Strudel des Tuns feststecken, im Reagieren, dann werden Sie schwerlich stehenbleiben. Doch es erfordert  ein Stehenbleiben, um sich seiner selbst bewusst zu sein.

3. Bleiben Sie sich und Ihren Vorhaben treu!
Womit waren Sie beschäftigt, bevor die Krise begonnen hat? Holen Sie diese Ideen hervor. Ist es immer noch stimmig? In der Krise rennt der Mensch meist in die falsche Richtung. Und zwar in Richtung „Mangel“: Kosten sparen, Ideen auf Eis legen, usw.. Der gesamte Fokus ist auf die Krise gerichtet. Doch: Je mehr Energie ich auf etwas lenke, umso größer wird es. Dies heißt selbstverständlich nicht, die Krise vollständig zu ignorieren und zum Beispiel riskante Investitionen zu tätigen, die das Unternehmen sich zur Zeit nicht leisten kann. ABER: Stehen Sie zu Ihren Ideen, Ihren Werten und Vorhaben.

Fortsetzung folgt.

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Ganzheitliches Business Coaching

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Liebe Interessentinnen und liebe Interessenten!

Herzlich Willkommen in dem neuen sabeconsult Coaching Blog.

Ab sofort finden Sie hier Neues zum Thema Ganzheitliches Business Coaching für Führungskräfte und ganze Unternehmen.

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